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Die Mehrzahl der übergewichtigen Menschen sind auch adipös.
Das bedeutet, sie haben einen Überschuss an Körperfett.
Es gibt viele Ursachen und auslösende Faktoren, die dazu führen.
Wichtig zu erwähnen ist, dass schon im Kindesalter angelegte Fettzellen die Gewichtszunahme im Laufe des Lebens bestimmen können.
Aber Einfluss darauf hat der Betroffene selbst, abhängig von seiner Ernährungsweise
und dem Maß an körperlicher Aktivität.
Durch die Kombination von Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie, erlernt
der Übergewichtige seine Ernährung zu analysieren und zu beurteilen.
Er kann dabei selbst Möglichkeiten finden, durch Auswahl gesunder Nahrungsmittel, seine Ernährung langfristig umzustellen.
Mit der regelmäßigen körperlichen Aktivität wird die Gewichtsreduzierung noch beschleunigt.
Das Ernährungsverhalten, das zum Übergewicht führte, kann durch die „flexible
Esskontrolle“ bewusst positiv verändert werden.
Die Anwendung von Diäten zur Gewichtsabnahme ist nicht sinnvoll.
Der auftretende Jo-Jo-Effekt nach Absetzen der Diät hat wiederum eine Gewichtszunahme
zur Folge.
Damit wird keine langfristige Ernährungsumstellung erreicht.
Übergewicht kann man abbauen, in dem die Energie durch Nahrungszufuhr niedriger ist
und der Energieverbrauch höher.
Die Aufnahme volumenreicher Lebensmittel mit geringer Energiedichte und hoher
Nährstoffdichte, sowie fett- und zuckerarme Kost, das ist die gesündeste Ernährungsart.
Und dazu noch die Kombination mit regelmäßigen Sport, ist die beste Methode in der
Adipositastherapie, das Gewicht zu reduzieren und das dadurch erreichte Zielgewicht
langfristig zu halten.
Die Wirtschafts- und Gesundheitspolitik könnte noch einen wesentlich höheren Beitrag
zur Förderung der gesunden Ernährung und damit auch der Entstehung von Adipositas
und deren Folgeerkrankungen vorbeugen.
Vorschläge wären:
- noch bessere Aufklärung über gesunde Ernährungsweise in Kindergärten und Schulen
und über öffentliche Medien (Werbung)
- Bonuspunkte der Krankenkassen für ihre Mitglieder, die Übergewicht abgebaut haben
und ihr Normalgewicht langfristig halten
- kleinere Lebensmittelportionspackungen billiger anstatt teurer anzubieten
- fettarme Nahrungsmittel preiswerter verkaufen
- einrichten von so genannten „Low Fat-Shops“ und „Low-Fat-Restaurants“ (anbieten von
fettarmen Lebensmittelprodukten und Speisen).
Damit könnten die Kosten im Gesundheitswesen erheblich gesenkt werden.
Hauptaugenmerk sollte daher die Prävention sein.
Denn die Ausgaben für diese Maßnahmen sind wesentlich kostengünstiger, als die Behandlung der Folgeerkrankungen durch Adipositas.
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