Krieger

 

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Letztes Update am

16 Sep, 2009 

    Keltische Krieger

Keltischer KriegerDas „Waffentragen“ war für den Kelten ein Symbol des freien Mannes.

Die keltischen Waffen waren „wahre Prunkstücke“ aus Eisen und Bronze und dabei auch noch die am weitesten entwickelte Waffentechnik zur damaligen Zeit.

Sie erfanden das Kettenhemd, das hochrangige Krieger trugen und das Langschwert.

Die Kelten waren sehr kampfeslustig und man sagt ihnen nach, dass sie auch zum Teil nackt gekämpft haben. Oft auch wird eine blaue Körperbemalung erwähnt.

Die meisten Krieger hatten entweder einen Vollbart oder einen Schnurrbart und bemalten auch oft ihre Körper.

Die Ausstattung:

Torques, so nannte sich der Halsreif der Kelten, war das Standeszeichen des freien Mannes.

Der Helm:

Nur wenige Funde belegen, dass Helme aus Eisen getragen wurden, sie waren sehr kostbar wegen des Rohstoffes und hatte einen sehr hohen Wert! Ein Krieger der diesen trug musste ein sehr angesehener ranghoher Krieger sein. meist reichlich verziert und mit Tiersymbolen bestückt

Das Schild:

Das Prunkstück eines jeden Kriegers. Meist in ovaler Form, wurde aus Holzkeltisches Schild Bauanleitung hergestellt mit Eisenbeschlägen und bezogen mit Leder oder Leinen. Form und Größe waren unterschiedlich, von mannshohen ovalen Schildern bis hin zu mehreckigen oder kleinen runden Schilden.

glauberg-bronzeDer Schildbuckel wurde hauptsächlich aus Holz hergestellt wie auf dem oberen Bild zu sehen. Es gab auch Funde aus Metall, wie zum Beispiel bei den Fürstengräbern am Glauberg. Das Bild eines Buckels aus Bronze hier links zu sehen, ist ein Replikat eines solchen Schildbuckels. Das Bild wurde freundlicher Weise von Rudis Künstlerwerkstatt zu Verfügung gestellt. Bei einem Klick auf das Bild kommt ihr direkt zu der Internet Seite, wo ihr noch mehr Auftragsarbeiten bewundern und bei Bedarf auch bestellen könnt.

Lanze oder Speer:

Vermutlich die Hauptbewaffnung der Kelten. Getragen wurde der Speer wie das Schwert auf der rechten Seite. die Spitzen hatten meist eine längliche ovale bis tropfenförmige Form und sind mit feinen Gravierungen verziert.

In der Herstellung wohl deutlich günstiger wie ein Schwert.

Hierfür wurde nicht so viel Eisen verbraucht.

Im Nahkampf konnte man den Gegner auf Distanz halten und der Speer ließ sich auch gut als Fernwaffe einsetzen.

Das Schwert:

Nach archäologischen Quellen trugen die Kelten das Schwert immer auf der rechten Seite. Viele Gräberfunde bestätigen dies. Die oft reichlich mit Gravuren und edlen Metallen verzierten Schwertscheiden wurden mit einer bronzenen oder eisernen Kette am Gürtel befestigt. Das keltische Schwert entwickelte sich im laufe der Zeit ständig weiter. Während der frühen Hallstatt,- Latenezeit waren es eher kurze Schwerter die sich sowohl für das schlagen und stechen eigneten.

In der Spätlatenezeit gebräuchlichen Schwerter hatten teilweise eine länge von 80 cm und mehr, waren zweischneidige Hiebschwerter bei denen oft sogar gänzlich auf eine Spitze verzichtet wurde. Lediglich die keltiberische Kultur der Pyrenäenhalbinsel behielt das kurze Hieb- und Stichschwert bei. Von dort aus übernahmen es die Römer mit dem Namen Gladius als Standartwaffe der römischen Legionäre.

Carnyx, Kriegshörner der Kelten:

Anders als bei den römischen Legionen übliche Fanfaren die zur Übermittlung taktischer Zeichen zur Steuerung des Kampfes dienten, nutzten die Kelten die Carnyx um ihre Gegner in Angst und Schrecken zu versetzen. Eine bildliche Darstellung findet sich hierfür auf dem Kessel von “ Gundestrup “ in Dänemark.

Feldzeichen:

Eber Fund bei ManchingDie keltischen Krieger führten auch Feldzeichen mit sich. Im Gegensatz zu den Römern, bei denen es sich um um militärische Feldzeichen handelte, dürfte es bei den Kelten sich um wappenartige Symbole von Stämmen, Teilstämmen oder auch Gefolgschaften gehandelt habenMuseum Manching. Oft handelte es sich um Symbole von wilden Tieren wie der Eber, der allgemein das verbreitetste Symbol gewesen sein dürfte. In Friedenszeiten wurden die Feldzeichen laut Caesar in heiligen Hainen und Tempeln verwahrt.

Streitwagen:

Der zweirädrige von Pferden gezogene Streitwagen hiess essedum und war wohl eine typisch keltische Erscheinung. Er dürfte wohl an sich eine Erfindung aus dem Orient sein, die durch die Griechen und Römer an die Kelten vermittelt wurde, doch die Möglichkeit, ihn im Kampf einzusetzen entwickelten die Kelten selbst. Der zweirädrige Wagen der in einigen hundert herrschaftlichen Keltengräbern gefunden wurde, dürfte wohl somit eine Waffe des Adels gewesen sein, da er immer zum Mittelpunkt einer Grabbeilegung eines Häuptlings oder Fürsten wurde.

Kriege:

387 vor Chr. erobern die Kelten Rom (Info)

Die Schlacht bei Telamon im Jahre 225 vor Christus wurde das keltische Heer von Rom vernichtend geschlagen, es vielen 40000 Kelten und 10000 gingen in die Gefangenschaft. Das römische Heer war wohl ungefähr gleich stark, doch deutlich besser ausgerüstet. Diese Schlacht beendete die Expansion der Kelten und war entscheidend für die Besitzergreifung Oberitaliens für die Römer.

Die Schlacht und Belagerung des Oppidum Alesia im Jahre 52 vor der Zeitrechnung als die letzte gallische Erhebung der Kelten gegen die Herrschaft Roms unter der Führung von Vercingetorix bei der mehr als 20000 Kelten den Tod gefunden haben. Nach den Angaben von Caesar konnte er hier 74 Feldzeichen erbeuten.

Ein Römischer Historiker beschrieben sie so:

Keltenfest 084Es waren große, muskelbepackte Männer. Sie trugen langgezogene Helme, die sie noch größer erscheinen lassen. Ihre Schwerter waren lang und breit und sie benutzten sie als Schlagwaffen, nicht wie das römische Heer, das Kurzschwerter als Stichwaffen benutzte. Furchteinflößend in der Gestalt, mit blonden Haar, das stark widerspenstig und lang war, wie die Mähnen der Pferde. Sie trugen oft Oberlippenbärte, die weit über ihre Lippen gingen und in denen sich die Speisereste verfingen. Dem Rebentrunk nicht abgeneigt, verstanden sie nicht nur zu kämpfen, sondern auch zu feiern und ihre Gastfreundschaft war vortrefflich. Meinungsverschiedenheiten wurden kurzerhand mit dem Schwert ausgetragen die nicht selten mit dem Tod eines Gesprächspartners endete. Die Köpfe ihrer getöteten Gegner schlugen sie der Kopf galt den Kelten als Zentrum der Lebenskraftab und posierten mit ihren Trophäen. Die Köpfe der besiegten Feinde wurden an Tore und Wände genagelt und mancher rühmte sich damit, diese nicht mal gegen einen Sack voll Gold eintauschen zu wollen.

Furchtlos stürzten sie sich in jeden Kampf, nichts fürchteten sie, außer dass der Himmel auf den Kopf fallen könnte.

 

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