Hexen

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Letztes Update am

16 Sep, 2009 

Hexenverfolgungen im thürinigisch- fränkischen und fuldaischen Gebiet:

 

In der Zeit nach dem Spätmittelalter verbreitete sich unter der Bevölkerung die Vorstellung, manche Menschen würden mit dem Teufel im Bunde stehen.

Die Hexenverfolgungen begannen in Frankreich. Auch Martin Luther forderte die gerichtliche Verfolgung der Hexen.

Vorwiegend Frauen, aber auch Männer wurden verdächtigt, durch Magie Schaden und Tod über das Volk und Vieh zu bringen.

Unter den Verdächtigten zählten meist Wahrsager, Kräuterweiber, Warzenbesprecher und auch oft Hebammen.

Unerklärliche Ereignisse, Krankheit und Tod wurden diesen Personen zugeschrieben, die dann als Hexen verfolgt und verurteilt wurden.

Meist betroffen waren Frauen aus ländlichen-kleinstädtischen Umfeld, arm, hässlich, gekennzeichnet durch Muttermale, ungewollte Minderheiten, sowie unliebsame Frauen, aber jeder Bürger konnte verdächtigt werden.

Verurteilt wurden die Hexen öffentlich, (am Halsgerichtstag) auf dem Scheiterhaufen verbrannt, vorher waren sie meist schlimmen Torturen (Folterungen) ausgesetzt.

 

Die ersten Hexenprozesse in Deutschland begannen im Jahre 1484.

Wobei die Kernzone der Hexenverurteilungen der fränkisch-thüringisch Raum war, sowie das Gebiet um Fulda.

 

 

In Thüringen sind von 1526 bis 1731 über 1500 Fälle von Hexenverfolgungen bekannt.

Dabei spielte besonders das Henneberger Gebiet eine große Rolle (z.B. Meiningen, Kaltennordheim).

Orte der Hexenverfolgung:

  • Bettenhausen, Stepfershausen (das Jahr1614 und 1616), Herpf ( im Jahre1629 – 2 Frauen), Solz, Hohe Geba, Oepfershausen ( im Jahre1628)
  • Amt Kaltennordheim 65 Menschen im Zeitraum von 1613 bis 1717 verurteilt
  • Amt Fischbach-Dermbach 36 Fälle von 1602 bis 1699
  • Prozessort Maßfeld 48 Fälle, Wasungen 20 Fälle,
  • In Oberweid wurden 3 Frauen im Jahre 1681 verurteilt
  • Amt Sand-Friedelshausen 20 verfolgte Hexen in den Jahren 1609 bis 1699
  • Prozessort Frauenbreitungen über 12 Verurteilte
  • Meiningen über 240 Fälle bekannt
  • In Unteralba(Rhön) war 1657 der Hexenprozess gegen die „Butterlies“.
  • Im Amtsgebiet Lichtenberg, Prozessort Helmershausen waren in der Zeit von 1612 – 1621 16 Frauen verurteilt.
  • Für die Rhönämter war der Schöppenstuhl in Jena verantwortlich, der das Todesurteil fällte. Auf der Rechtsgrundlage der „Peinlichen Gerichtsordnung

Kaiser Karl V. aus dem Jahre 1532” wurde der Exekutionstag durch den Amtmann und Zentrichter des jeweiligen Ortes festgelegt.

 

Besonders spektakulär war der Hexenprozess im Jahr 1603 in Hessen/ Fulda gegen Merga Bien, Ehefrau des Schultheiß zu Michelsrombach-Schlitz.

Der Hexenrichter des Hochstiftes Fulda ließ durch Balthasar Nuß ca. 300 Menschen auf dem Scheiterhaufen verbrennen.

Von 1603 bis 1605 waren schon allein in der Fürstabtei Fulda 250 Menschen zum Opfer gefallen.

 

Von Mellrichstadt ist eine Hexenverfolgung aus dem Jahre 1594 bekannt.

Im Amt Lichtenberg – Prozessort Ostheim wurden 10 Fälle von Hexenverurteilung während des Zeitraums von 1616 bis 1670 nachgewiesen.

Aus dem Amtsort Lengsfeld, des reichsritterlichen Herrschaftsgebietes der „von Boyneburg“, sind (1663 – 1720) 18 Hexenverfolgungen bekannt.

 

Die letzte Hexenverurteilung fand übrigens 1782 in der Schweiz statt.

 

 

 

 

 

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