Die Fibel: “ Nachbau Hallstattzeit ”
So animierte es mich, das eine oder andere Gesehene nachzubilden. Vielleicht auch angestachelt durch den Kommentar eines “Hobbykelten”, der wohl meine Gewandung kritisierte und meinte, ich solle das ein oder andere mal probieren und nacharbeiten. So kaufte ich mir meine erste Fibel an einem Stand als Vorlage, damit ich mir ein Bild der Form machen konnte. Nicht ganz zuordnen kann ich die Zeit aus der dieses Replikat stammt, ich vermute mal, so 1000 vor Christus. Ich lasse mich aber gerne verbessern, wer es also besser zuordnen kann, der möge es mir schreiben.
Für die Materialbeschaffung bediente ich mich im Baumarkt um die Ecke. Nach einer Stunde des Durchforstens des selbigen Baumarktes, kam ich mit einem Sammelsurium an Drähten nach Hause.
Ob diese Drähte dem Original gleich kommen, weiß ich nicht zu sagen, der Versuch zeigt es.
Am Anfang entschied ich mich für einen Messingdraht, den ich auch dem Bereich der Schweißdrähte entnommen habe.
Der Kupferdraht, den ich wohl als erstes in der Hand hatte, kam mir vom Material her zu weich vor.
Noch ein Blick aufs Original und los gehts!
Die ersten Windungen waren kein Problem und gingen mühelos von der Hand. Somit hatte ich eigentlich schon die erste Feder gewunden, die der Vorläufer der heutigen Sicherheitsnadel ist.
Weiter geht’s!
Ran an die zweite Wicklung!
Nun konnte ich mir gut vorstellen, warum wohl weicheres Material von Vorteil ist, denn ich musste den zweiten Draht immer an dem 180 Grad Bogen vorbei fädeln. Anbei bemerkte ich auch, dass ich den Draht zu kurz gewählt hatte, also musste die Fibel kleiner werden. Das gute daran, beim wickeln hat man Zeit zum nachdenken und ich wusste schon, dass ich die nächste Fibel etwas anders wickeln würde.
Nach zirka 40 Minuten hatte ich selbiges Ergebnis:

Zum Vergleich wieder das Original:

Also war noch etwas Nacharbeit nötig.
Jetzt ging es ans verzieren. Hierzu nahm ich dann einen Kupferdraht und begann mit dem wickeln. Nicht schwierig, aber etwas Geduld braucht man. Ein bisschen Nacharbeit mit dem Hammer, eine Nadelspitze feilen und fertig war meine erste Fibel.

Nun noch mal der Vergleich mit dem Orginal!
Rechts das Original, links mein Werk, das Replikat vom Replikat! Die Arbeit nahm ungefähr eine Stunde in Anspruch
Die Worte meines neugewonnenen “Keltischen Freundes” noch im Ohre klingend, denke ich wohl, dass dieser Nachbau Grund zur Beanstandung gibt. Wer weiss, ich bin mit meinem Ergebnis zufrieden aber für Kommentare des geneigten Betrachters der Seite habe ich gerne ein offenes Ohr!
Die zweite Fibel:
Hier entschloss ich mich für einen Eisendraht, wie er auch im Zaunbau geläufig ist. Dieses Material ist nochmals härter wie bei meinem ersten Versuch. Ich habe mich aber dazu entschlossen, um mehr Stabilität zu bekommen. Zudem bekam ich dieses Material als Rollenware.
Hier setzte ich es anders um und formte beide Wicklungen gleichzeitig! Nicht wirklich einfacher zu drehen, aber doch für die Formgebung besser.

Nun noch mal ein paar Vergleichsbilder:

Dann weiter mit der Verzierung. Hierzu nahm ich wieder Kupferdraht.
Ein weiterer Vergleich:
Links das Original, Mitte meine erste Fibel, rechts meine zweite aus Eisen.

Nun noch etwas Nacharbeit mit dem Hämmerchen und fertig sind meine ersten Fibeln. Die Bauzeit betrug pro Fibel etwa eine Stunde.
Hier nun ein paar Bilder vom Ergebnis:

Im Großen und Ganzen hat diese Bastelei Spaß gemacht und ich denke, es kommen noch ein paar weitere Modelle hinzu.
Mein nächstes Projekt soll nun der Nachbau eines Schildes sein, von dem ich später berichte!
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