Was ist was?

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Letztes Update am

16 Sep, 2009 

 

 

Unter „Adipositas“ versteht man eine erhöhte Körperfettansammlung mit einem BMI ab 30, auch Fettleibigkeit genannt.

 

Der BMI (Body Maß Index) errechnet sich aus:

Körpergewicht (in Kilogramm) dividiert durch das Quadrat der Körpergröße (in Meter).

 

Laut Gewichtsklassifikation der WHO besteht:

Normalgewicht:

18,5 – 24,9 BMII

Übergewicht:

>25,0 BMII

Präadipositas:

25,0 – 29,9 BMI

Adipositas Grad I      

30,0 – 34,9 BMI

Adipositas Grad II

35,0 – 39,9 BMI

Adipositas Grad IIII    

> 40  BMII

       

 

 

 

 

Häufig wird auch Übergewicht als Oberbegriff für verschiedene Stufen der Adipositas verwendet.

Die meisten Menschen, die Übergewicht haben, sind auch adipös.

Adipositas ist eine chronische, psychosomatische Erkrankung mit Folgen

von Gesundheitsstörungen.

Das Risiko für Folge- bzw. Begleiterkrankungen wird durch das Fettverteilungsmuster beeinflusst.

Eine zentrale Fettverteilung ist charakteristisch für den „androiden Typ“ (Apfelform),

die mit einem besonders hohen gesundheitlichen Risiko einher geht,

während das Risiko bei peripherer Fettverteilung, dem so genannten

„gynoiden Typ“ (Birnenform), geringer ist.

Adipositas tritt auf, wenn der Organismus nicht mehr in der Lage ist,

die über einen längeren Zeitraum, durch reichliche Nahrungszufuhr, aufgenommene Menge an Fett zu verwerten.

Dieses wird vermehrt gespeichert.

Es herrscht ein Ungleichgewicht zwischen Fettaufnahme und dessen Verwertung.

Dabei kommt es zur Vergrößerung der Fettzellen.

Besonders in der industriellen Überflussgesellschaft sind viele Menschen

stark übergewichtig (adipös), Tendenz steigend.

 

Auswahlliste fettarmer Lebensmittel     nach oben

 

Milchprodukte                Getränke

Buttermilch                    Keine zuckerhaltigen Getränke.

Molke                        Mineralwasser und Tee bevorzugen.

Milch (0,3 bis 1,5% Fett)          Fruchtsaft ohne Zuckerzusatz trinken.

Joghurt (0,1 bis 1,5% Fett)        Saftschorle

Kefir                         Evtl. ab und zu mit Süßstoff enthaltene Getränke.

Magerquark

Schmand (24% Fett)

Saure Sahne (10% Fett)

Sprühsahne (1 gehäufter Eßl.)

Schlagsahne (30% Fett, 1 Teel.)

Schnittkäse (unter 30% Fett)

Camembert (unter 30% Fett)

Schmelzkäse ( unter 30% Fett)

Harzer Stangenkäse

Käseraspel (unter 30% Fett)

Mozarella (light)

Fleisch                       Wurst          nach oben

Beefsteak                      Truthahn

Filet                          Zungenwurst

Rindsroulade                   Bierschinken

Rindsgulasch                   Pute

Roastbeef                      Hähnchenbrust

Rinderleber                     Corned beef

Rinderbraten                    Nussschinken

Kalbsfleisch                    Kochschinken

Zunge                         Gemüsewurst

Lende                          Hähnchen in Aspik

magerer Kasseler

Putenbrust

Hähnchenbrust ohne Haut

Rehkeule                                     nach oben

Hase

Fisch:

Mindestens 2-3 mal in der Woche Fisch essen und zwar unpaniert.

Fischfett ist sehr gesund, deshalb muss hier nicht so sehr auf den Fettgehalt geachtet werden vorallem wegen der gesunden Fette:

 

Zander        Barsch       Steinbutt          Kabeljau

Dorsch        Seezunge     Garnele           Forelle

Scholle       Rotbarsch     Karpfen           Schellfisch

Lachs         Kaviar        Seelachs          Hering

Krebsfleisch   Ã–lsardinen (in Wasser)

 

Schlank-Tricks                             nach oben

Den Magen an kleinere Portionen gewöhnen. Er gibt sich bald mit weniger zufrieden.

Ein Kleidungsstück anziehen, was kneift, erinnert an das Abnehmen.

Wenn man Appetit verspürt, aber man weiß nicht genau auf was, isst man langsam ein Stück trockenes Brot, das beruhigt die Geschmacksnerven.

Mindestens 3 mal die Woche eine Stunde sportliche Betätigung, wie Gymnastik, Wandern, Rad fahren oder Schwimmen, damit wird die Fettverbrennung angeregt, sogar noch Stunden danach.

Beim Braten die Pfanne nur hauchdünn mit Fett auspinseln oder einen Diätgrill benutzen.

Versuchen, so wenig wie möglich Fertigprodukte zu essen, mehr Naturbelassenes (z.B. keine Chips, sondern Kartoffeln).

Scharfe Gewürze zum Zubereiten der Nahrung verwenden, regt die Verdauung und die Fettverbrennung an.

Pommes statt aus der Friteuse, lieber auf einem Backblech mit Backpapier zubereiten, spart enorm viel Fett ein.

Ballaststoffreich (Vollkornprodukte bevorzugen) ernähren, dabei aber das Trinken nicht vergessen (sonst Verstopfung!).

Beim Essen nicht noch mal Nachschlag holen, sondern erst warten, denn das Sättigungsgefühl kann nach 20 Minuten erst auftreten.

Beim Backen auf Vollkornmehl zurückgreifen und fette Backzutaten vermeiden.

Kuchensorten, die aus Biskuit- bzw. Hefeteig hergestellt sind bevorzugen, sie sind fettärmer als Mürbeteig und Blätterteig. Aber auch in Maßen genießen!

Und noch ein Zusatztipp:

Kommt aus Amerika und heißt „Dinner Cancelling“.

Dabei isst man 1 mal in der Woche kein Abendbrot. Die letzte Nahrungsaufnahme nimmt man so gegen 16 Uhr ein.

Aber bitte nur 1 mal in der Woche durchführen, sonst gewöhnt sich der Körper daran.

Dabei am Abend viel trinken!.

Somit kann man auch schneller sein Gewicht reduzieren. Wer es mag, kann es ausprobieren!

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Ursachen von Übergewicht

Übergewicht entsteht, wenn die Energie, die über die Nahrung zugeführt wird,

höher ist, als der Energieverbrauch.

Es gibt zahlreiche Ursachen, die zu diesem Effekt führen, es können auch

mehrere Faktoren eine Rolle spielen, die Übergewicht auslösen.

Genetisch bedingt:

Gendefekte; Gene, die den Fetteinbau beeinflussen, wie zum Beispiel das

Obesitas Gen.

Störungen zentraler Botenstoffe (Leptin und Neuropeptide), die für die Regulation

von Hunger und Sättigung von Bedeutung sind, können auftreten.

Durch Genmutationen kann das Körpergewicht ebenfalls verändert werden.

Auch das Verhältnis von braunen und weißen Fettgewebe im menschlichen

Körper ist von Bedeutung bei der Gewichtszunahme.

Ist mehr weißes Fettgewebe vorhanden, so wird überschüssige Nahrung in

Fett umgewandelt und gespeichert.

Beim braunen Fettgewebe dagegen, wird die reichliche Nahrung jedoch in

Wärme umgesetzt.

Das erklärt, warum manche Menschen schneller an Gewicht zunehmen, da sie

mehr weißes Fettgewebe besitzen, als Personen, die nicht so schnell zunehmen, die einen höheren Anteil an braunen Fettgewebe haben.

Die Anzahl der Fettzellen:

Sie bestimmen die Gewichtszunahme im Laufe des Lebens.

Je mehr Fettzellen im Kindesalter durch übermäßige Nahrungszufuhr, die zu fett, zu süß und kalorienreich ist, angelegt werden, desto einfacher ist die Gewichtszunahme.

 Psychosoziale Faktoren:                   nach oben

Dazu zählt die Essstörung „Binge Eating Disorder“.

Sie tritt oft bei übergewichtigen Personen mit mangelnden Selbstbewusstsein und

Neigung zu Depressionen auf.

Es kommt zu einer anfallsartigen Aufnahme großer Mengen hochkalorischer Lebensmittel.

Diese Essattacken werden ausgelöst durch Konfliktsituationen, wie Ärger, Stress, Kummer, aber auch bei Langeweile.

Die Nahrungsaufnahme dient als Ersatzbefriedigung, ist eine Art Trost, Ablenkung oder Belohnung.

Anerzogenes Essverhalten in der Familie ist eine bedeutende Entstehung für Übergewicht.

Typische Esskulturen sind bei übergewichtigen Familien zu beobachten.

Zum Beispiel, das traditionsmäßige „Überessen“ an Festtagen, durch ein Überangebot reichhaltiger fetter und süßer Speisen.

Dabei wird eine Art Zusammengehörigkeitsgefühl vermittelt: „Essen verbindet die Familie“.

Im Kindesalter wird auch die typische „Naschsucht“ geprägt.

Bei Krankheit, Traurigsein oder zur Freude, wird das Kind mit „süßen Lebensmitteln“ getröstet.

„Den Teller leer essen“, obwohl das Kind gar keinen Hunger mehr verspürt, diese erzieherische Maßnahme legt den Grundstein, dass der Heranwachsende im Laufe seines Lebens das Hungergefühl ignoriert und verlernt.

Nahrungsangebot in der heutigen Zeit:   nach oben

Die Nahrung, die in unserer Gesellschaft verkonsumiert wird, ist zu fett, zu süß und überreichlich, hat wenig Ballast-, Nährstoffe und wenig Vitamine.

Bevorzugt werden meist fertige, schnelle Gerichte, so genanntes „Fast Food“.

Die Mahlzeiten selbst anzurichten, mit gesunden Vitaminen und wichtigen

Nährstoffen, ist für die meisten Menschen zu aufwendig.

Die Nahrung nebenbei, ohne viel Zeit dafür in Anspruch zu nehmen, keine

Möglichkeit, das Essen zu genießen, das sind negative Kriterien, in Bezug auf die aktuelle Ernährungsweise.

Die Folge ist, dass nicht auf das Sättigungsgefühl geachtet wird, in kurzer Zeit wird eine zu große Nahrungsmenge aufgenommen.

In den Supermärkten sind die größeren Packungen für Lebensmittel billiger, folglich werden auch größere Mengen vom Verbraucher gekauft und verzehrt.

Eine taktische Verkaufsstrategie ist auch, dass die Regale mit Süßwaren direkt neben der Kasse aufgestellt sind, so ist die Versuchung groß, da doch noch mal zugreifen zu müssen.

Auch der Einfluss der Medien spielt eine große Rolle, dass es immer mehr Übergewichtige gibt.

Die ständigen Werbeeinblendungen, gerade am Abend (zum Beispiel Schokoladenwerbung), ist für viele Menschen ein Anlass, ihren Gelüsten nach Süßen zu folgen.

Zu erwähnen wäre noch das Angebot an zahlreichen einseitigen, kurzfristigen

Diäten durch Fernsehen und Zeitschriften, mit der Folge, dass nach solchen praktizierten Crash-, und Blitzdiäten der Jojo-Effekt eintritt und dann sogar meist mehr an Gewicht zugeführt wurde, als wie das Ausgangsgewicht vor der Diät war.

Bewegungsmangel:

Im Zeitalter ständig fortschreitender Technologien, in dem körperliche Aktivitäten immer mehr der Vergangenheit angehören, sei es im Beruf oder in der Freizeit, ist Bewegungsmangel eine entscheidende Ursache für die Gewichtszunahme. Das bedeutet, der Energieverbrauch ist niedriger als die Energiezufuhr über die Nahrung.

Hormonstörungen:      nach oben

Adipositas kann auch durch Hormonstörungen, dazu zählen endokrine Erkrankungen, verursacht werden.

Dazu zählt das Cushing-Syndrom. Hierbei kommt es zur Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes der betroffenen Person durch körperstammbetonte übermäßige Fettansammlung. Diese Erkrankung ist gekennzeichnet durch einen überhöhten Kortikosteroidspiegel

(Hormon der Nebennierenrinde) im Blut.

Die Folge davon, ist ein erhöhter Insulinbedarf, der wiederum die Lipogenese (Fetteinbau) stimuliert, es werden mehr Kalorien zugeführt, als Energie verbraucht wird.

Eine weitere Stoffwechselerkrankung ist die Hypothyreose.

Es handelt sich um eine Unterfunktion der Schilddrüse.

Da die Schilddrüse den Energiehaushalt steuert, ist hier der Stoffwechsel verlangsamt,

es besteht eine unzureichende Versorgung mit Schilddrüsenhormonen.

Medikamente:

Auch Arzneimittel, so genannte Psychopharmaka, können zu Übergewicht führen.

Dazu zählen Schlafmittel, Neuroleptika und Antidepressionsmittel.

Folgeerkrankungen durch Adipositas:  nach oben

 Adipöse Menschen sind weniger körperlich belastbar als Normalgewichtige.

Sie haben Beschwerden in den Gelenken (Knie und Hüftbereich) und der Wirbelsäule.

Durch das überhöhte Körpergewicht kommt es dort zu Überanspruchungsschäden. 

Folgen von Adipositas sind Atemnot bei Belastung und auch im Ruhezustand.

Sie leiden meist an Diabetes, da sie auf Grund ihrer Überernährung einen

ständig überhöhten Insulinspiegel im Blut haben.

Auch Gicht, hohe Cholesterinwerte und Hypertonie (zu hoher Blutdruck) sind

bei Adipösen vermehrt zu beobachten.

Erhöht ist auch das Risiko für das Auftreten von Herzerkrankungen und Schlaganfall.

Das Schlafapnoesyndrom ist typisch bei Übergewichtigen.

Dies äußert sich durch Schnarchen und es kommt dabei zum kurzzeitigen Aussetzen der Atmung während des Schlafens.

Die Sauerstoffzufuhr ist hier beeinträchtigt, was zur Folge hat, dass sich der Betroffene unausgeschlafen, matt und energielos fühlt.

Adipöse Personen klagen auch oft über Sodbrennen und sie haben eine Neigung zur vermehrten Gallensteinbildung.

Die Operationsrisiken sind erhöht bei Übergewicht und die Mobilisation nach

einer Operation ist durch die reduzierte Beweglichkeit deutlich eingeschränkt.

 

Die psychosozialen Auswirkungen der Adipositas zeigen sich oft in einem verminderten Selbstbewusstsein, verursacht durch Hänseleien, bis hin zur Diskriminierung durch die Umwelt, das Nichttolerieren von Übergewicht in unserer Gesellschaft.

Therapieformen       nach oben

Es gibt mehrere Möglichkeiten die Adipositas zu therapieren.

Dabei muss die Individualität der Personen in Betracht gezogen werden.

Nicht jede Therapie ist für alle Betroffenen gleich geeignet.

 

Medikamentöse Therapie:

Diese Therapie ist sehr umstritten.

Die Wirkstoffe, die hier Anwendung finden, weisen eine Reihe von Nebenwirkungen auf und zeigen nach Absetzen keine Wirkung mehr, das heißt, dass der Patient dann wieder an Gewicht zunimmt.

Die Arzneimittel können lediglich als Zusatz zur Ernährungsumstellung

durch den Arzt verabreicht werden, um etwa das Sättigungsgefühl zu

verstärken.

Diese Therapie wird meist eingesetzt bei einem Übergewicht ab BMI > 30.

Bekannt ist zum Beispiel „Orlistat“ (Xenical). Das ist ein Lipaseblocker (Fettblocker).

Er hemmt die Pankreaslipasen, wodurch rund 30% des Nahrungsfettes

der Verdauung entgehen und zur Ausscheidung gelangen.

Oder auch „Sibutramin“ (Reductil) wird oft angewandt als therapeutischer

Wirkstoff. Dieser trägt zur Steigerung des Energieverbrauches bei.

 

Diätformen:        nach oben

 

Reduktionsdiäten:

Mittels eines Diätplanes wird energiereduzierte Mischkost, beziehungsweise niedrige bis sehr niedrige kalorische Kost vorgegeben.

 

Formuladiäten:

Sie werden verabreicht in Form von Pulver, als Milchshakes, Suppen und Riegel,

sind nährstoffoptimiert und enthalten hochwertige Proteine, aber wenig

Kohlenhydrate.

 

Blitz-, Crash- und Hungerdiäten:

Darunter zählen die Reis-Diät, Mayo-Diät, Ananas-Diät, Trennkost, Atkins-Diät,

das Fasten und viele mehr.

Diese werden zahlreich von den Massenmedien propagiert, in vielen Abwandlungen.

Sie zeichnen sich durch extreme Nährstoffrelationen und selektive Lebensmittel-

auswahl aus.

 

Chirurgische Therapie:      nach oben

Das Magenband wird durch eine Operation in den Magen eingenäht.

Der Restmagen kann dann nur noch einen Bruchteil des Nahrungsvolumens

aufnehmen.

Wird dann mehr Nahrung zugeführt, so klagt der Betroffene über Erbrechen

und hat Schmerzen.

Diese Therapie findet meist Anwendung bei einem BMI > 40, wenn durch andere

Therapien keine Gewichtsabnahme erreicht wurde.

 

Kombinationstherapie:

Diese Therapie besteht aus den drei Hauptgebieten, Ernährung, der Bewegung

und dem Essverhalten.

Durch diese Kombination kann ein langfristiger Erfolg in der Adipositastherapie

erreicht werden.

 

Ernährungstherapie:     nach oben

Es werden Möglichkeiten, Vorschläge zur gesunden Ernährungsumstellung

aufgezeigt, mittels Informationen, Hilfe zur Selbsthilfe, bei der eigenen

freiwilligen Mobilisierung von Ressourcen zur Gewichtsreduzierung, durch

vertrauensbasierende Gespräche (Kommunikation) und Motivation.

 

Bewegungstherapie:

Zusätzliche körperliche Aktivität beschleunigt den Abbau von Übergewicht,

zusammen mit der Ernährungsumstellung.

Wichtig dabei ist ein regelmäßiges Bewegungsprogramm.

Dazu zählen sportliche Betätigungen, die vor allen große Muskelgruppen

beanspruchen und relativ gelenkschonend sind.

Das wären zum Beispiel, Ausdauersportarten, Kraftsport und Gymnastik.

Auch das Einbeziehen von Bewegung in den alltäglichen Ablauf, wie

Treppen steigen, statt den Fahrstuhl zu benutzen oder eine Strecke laufen

und nicht mit dem Auto fahren, ist von großen Nutzen.

 

Verhaltenstherapie:    nach oben

Hier lernt der Übergewichtige durch Selbstbeobachtung bewusst sein Ess-

verhalten zu erkennen, zu beurteilen und positiv zu verändern.

Dabei werden individuelle Bedürfnisse und situative Aspekte, zum Beispiel

durch die Anwendung der flexiblen Esskontrolle, berücksichtigt.

Der Betroffene wird durch verschiedene Verhaltensübungen, Filme, Ratespiele

und Rollenspiele zur Beschäftigung mit dem Essen motiviert und das Verhalten

dadurch zur gesunden Ernährungsweise gelenkt.

Auch Fotodokumentationen des Patienten, in der Zeit vor und während der

Gewichtsabnahme, können das Selbstwertgefühl wesentlich verbessern und die

positive Körperveränderung wird bewusst wahr genommen.

Bewährt hat sich auch die Anwendung von Entspannungsübungen, besonders in

Stresssituationen.

Dazu zählen die progressive Muskelrelaxation, Atementspannungsübungen und

Atemgymnastik.

Ziel der Verhaltenstherapie ist also, die Veränderung des Lebens, speziell der

Essgewohnheiten, mit einer Gewichtsreduktion und dem Halten des Zielgewichtes (Wunschgewicht), zu verbinden.

 

Funktion von Fett im menschlichen Organismus:

                                        nach oben

Fett hat mit 9,3 kcal/g den höchsten Energiegehalt.

Die tägliche Zufuhr von Fett über die Nahrung ist wichtig für die Stoffwechselvorgänge im Körper.

 

Fette dienen als Schutzpolster für die inneren Organe, als Isolation für die Haut gegen Kälte und Hitze.

Auch um die Nervenzellen befindet sich die so genannte „Myelinschicht“,

die aus Lipiden und Cholesterin besteht.

 Dass Fette Energielieferanten sind, ist von großer Bedeutung.

Fällt dieser „Treibstoff“ aus, wird sofort die restliche Glukose im Organismus

als Energie genutzt.

Die Folgen davon sind Konzentrationsstörungen und Heißhunger.

Bei Fettmangel können außerdem die fettlöslichen Vitamine A, D, E, K

nicht mehr bereitgestellt werden.

Es kommt zur Austrocknung der Schleimhäute, der Organismus ist anfälliger

gegen Bakterien, Pilze und Viren.

Die Vitalität lässt nach, Schwäche und Müdigkeit treten auf, Blutgerinnungs-

störungen sind die Folge (zum Beispiel schlechte Wundheilung).

Auch der Schutz vor Freien Radikalen (wichtig für das Immunsystem) ist

dann nicht mehr gewährleistet.

 

Selbst Hormone, die bedeutend für die Stoffwechselversorgung und zum

Aufbau des Immunsystems sind, entstehen aus Fettsäuren.

 

Fett ist ein Geschmacksträger für fettlösliche Aroma- und Geschmacksstoffe.

 

Nimmt der Körper aber zu viel Fett über die Nahrung auf, wird der überschüssige

Anteil im Gewebe als Depotfett eingelagert.

Es kommt zur Gewichtszunahme und zu Folgeerscheinungen, wie Fettstoffwechselstörungen und Herz-Kreislauferkrankungen.

Deshalb ist es wichtig, dass ein gewisses Maß an Fett zugeführt wird, und die Art des Fettes spielt dabei eine wichtige Rolle.

 

Gesunde Fette:          nach oben

Gesunde Fette enthalten ungesättigte Fettsäuren.

Es gibt einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Sie haben die positive Eigenschaft, dass sie freie Bindungen haben

und somit den Stoffwechsel und die Fettverbrennung aktivieren.

Die einfach ungesättigten Fettsäuren kann der Körper selbst bilden.

Sie sind leichter verdaulich, da sie durch Verdauungsenzyme aufgespalten werden.

Olivenöl, Rapsöl, Avocado, Samen und Nüsse enthalten diese Fettsäuren.

 

Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind essentiell, das heißt, sie müssen

über die Nahrung zugeführt werden.

Man weist ihnen positive Eigenschaften zu, dass sie Herz-Kreislauf- und

Gefäßkrankheiten vorbeugen können und auch den Cholesterinspiegel

senken, sie unterstützen die Herauslösung von Depotfett und die Fettverbrennung.

Ein Mangel an diesen Fettsäuren hat zur Folge, dass der Stoffwechsel nicht mehr

richtig funktionieren kann.

Zu diesen mehrfach ungesättigten Fettsäuren zählen Omega-3-Fettsäuren,

die sich in Fischfett und Pflanzenölen befinden und Omega-6-Fettsäuren,

vorkommend in Mais- und Sonnenblumenöl.

 

Gesättigte Fettsäuren:              nach oben

 

Zu den „ungesunden Fetten“ zählen die „versteckten Fette“.

Sie hemmen die körpereigene Fettsäureproduktion mit den Folgen eines

reduzierten Energieverbrauches und einer gesteigerten Einspeicherung der

aufgenommenen Fette.

Langkettige gesättigte Fettsäuren können den Cholesterinspiegel erhöhen.

Diese befinden sich vorwiegend in tierischen Lebensmitteln, wie Wurst,

Fleisch, Eier, Butter, Sahne, Käse und Schokolade.

 

Cholesterin:

 

Cholesterin ist lebensnotwendig, da es Bestandteil der Zellmembran ist

und verantwortlich für den Aufbau von Gallensäure, Vitamin D und die

Bildung von Hormonen.

Im Körper selbst, werden 90% des Bedarfs an Cholesterin produziert,

der restliche Teil wird über die Nahrung aufgenommen.

Man unterscheidet drei Arten von Cholesterin:

VLDL     nach oben

Das sind Lipoproteine (Fett an Eiweiß gebunden) mit sehr geringer Dichte,

sie enthalten kaum Cholesterin, dafür aber etwa 90% Triglyzeridfett (Fettmoleküle)

und zählen deshalb zu den ungesunden Fetten.

LDL

Diese Lipoproteine mit geringer Dichte haben ebenfalls einen hohen Anteil

an dickmachenden Fettmolekülen und befinden sich vorwiegend in den

„versteckten Fetten“.

Sie haben die Eigenschaft, sich in den Fettzellen abzulagern.

HDL

Das ist das „gute Cholesterin“. Es besitzt eine hohe Dichte und enthält wenig

Fett. Es ist in fettarmen Lebensmitteln zu finden.

Dieses wird zur Energieerzeugung genutzt.

 

Haupt-Cholesterin-Lieferanten sind folgende Lebensmittel:

Aal, Ei, Kalbsleber, Wurst, Krabben, Muscheln, Butter, Schweineschnitzel

 

Durch falsche Ernährung, bei der zu viel Cholesterin aufgenommen wird,

kommt es zur Erhöhung der Blutfettwerte, das Fett lagert sich in den

Blutgefäßen ab, das Risiko für Arterienverkalkung und Herzinfarkt ist groß.

Übergewicht und mangelnde körperliche Aktivität beschleunigen dies.

Das kann durch die Ernährung entscheidend beeinflusst.

Bevorzugt fettarme Lebensmittel (Fettgehalt unter 30%) und Zufuhr von

ungesättigten Fettsäuren (Omega-3- und Omega-6), sowie der Abbau

von Übergewicht und regelmäßige körperliche Bewegung sind ideale

Grundlagen diesen Risiken vorzubeugen.

 

Lipogenese – Fetteinbau:    nach oben

 

Die Fettzellen (Adipozyten) nehmen die Fettsäuren aus dem Blut auf und synthetisieren (mit Glyzerol) aus ihrem Stoffwechsel die Lipide (Fette), mit Hilfe von Enzymen, die in der Zelle dann gespeichert werden.

So funktioniert der Fetteinbau.

 

Eine entscheidende Rolle spielt hier die aufgenommene Nahrungskombination.

Wird übermäßig Zuckerhaltiges gegessen, wird die Fetteinlagerung gefördert.

Besonders dann, wenn die Nahrungszufuhr aus süßen mit fetten Lebensmitteln

gleichzeitig besteht und auch mit Alkohol, werden massenweise

Triglyzeride in die Fettdepots transportiert.

Dabei kommt es in der Bauchspeicheldrüse zu einer erhöhten Insulinproduktion

und das hemmt die Freisetzung von Fett, vorwiegend in Bauch- und Hüftregion.

Die Aufnahme von fetthaltigen Lebensmitteln, die länger im Magen und Darm

verweilen, verzögern die Verdauung.

 

Lipolyse – Fettfreisetzung:

 

Damit die Fettfreisetzung funktioniert, sind folgende Abläufe wichtig.

Die Fettmoleküle müssen von den Fettzellen in das Blut gelangen.

Die freigesetzten Fettmoleküle sollen in die Zellen transportiert werden.

Und zwar vorwiegend in die Muskelzellen, da hier das meiste Fett verbrannt

werden kann.

Dabei muss das Fett in die Mitochondrien („Energiebrennöfen“), damit es zu Energie verheizt wird.

Wenn diese Abläufe nicht optimal funktionieren, das heißt, wenn im Körper kein Fett zu Energie verbrannt werden kann, erfolgt auch keine Fettfreisetzung aus den Speckdepots.

 

Um den Fettabbau in Gang zu setzen oder auch zu beschleunigen, gibt es eine Reihe wichtiger Stoffe und Einflussfaktoren.

Sie haben eine große Bedeutung für den Fettabbau.

Man nennt sie auch „lipolytische“ (fettfreisetzende) Substanzen, dazu zählen:

Magnesium, Vitamin C, Eiweiße, Jod, Eisen, Karnitin und ungesättigte Fettsäuren.

Sie beschleunigen den Stoffwechselablauf und sind daher aktiv an der

Fettverbrennung beteiligt.

Auch Sonne, Kälte, Sauerstoff, Bewegung und Stresshormone sind wichtige Einflussfaktoren der Lipolyse.

Begriffserklärung: Hunger - Appetit – Sättigung:

 

Hunger ist das unspezifische Verlangen nach Nahrungsaufnahme.

Es ist ein physiologischer Zustand.

Wenn der Magen leer und der Blutzuckerspiegel niedrig ist, werden vom Gehirn (im Hypothalamus) Signale an den Magen abgegeben, die Magenwandmuskulatur kontrahiert.

Hunger entsteht, wenn längere Zeit nichts gegessen oder viel Energie verbraucht wurde.

Dies äußert sich meist durch das typische „Magenknurren“.

 

Appetit ist ein psychologischer Zustand.

Es besteht der Wunsch nach einem „speziellen“ Lebensmittel.

Dabei spielen zahlreiche Einflussfaktoren eine Rolle.

Sinneseindrücke, wie Geruch und das Aussehen von Speisen,

aber auch soziale Gewohnheiten und seelische Vorgänge (Essen als Ersatzbefriedigung) können Auslöser von Appetit sein.

 

Sättigung ist ein Zustand, bei dem kein Verlangen nach Nahrungsaufnahme

besteht.

In der Regel tritt das Sättigungsgefühl nach dem Essen in etwa 15 bis 20

Minuten ein.

Die Füllung des Magens löst Sättigungssignale aus, dabei ist der Blutzuckerspiegel angestiegen.

Auch Hormone und Enzyme sind an der Sättigungsregulation beteiligt.

Die Sättigungswirkung wird durch die Nahrungsart beeinflusst.

So erzeugen hochwertige (komplexe) Kohlenhydrate und Ballaststoffe eine schnelle und lang anhaltende Sättigung.

Dagegen sind Weißmehlprodukte und Nahrungsmittel, die viel raffinierten

Zucker enthalten, in Bezug auf das Sättigungsgefühl nur kurz wirksam.

Eine Ursache von Adipositas liegt in der Unterdrückung und dem Nichtbeachten des Sättigungssignals, es wird zu schnell und immer weiter gegessen, bis irgendwann ein Völlegefühl eintritt, manchmal bis hin zur Übelkeit.

 

Bedeutung der Unterschiede von Hunger und Appetit:

 

Hunger und Appetit werden häufig miteinander verwechselt, besonders von übergewichtigen Personen.

Der typische Ausspruch „Der Appetit kommt beim Essen“ zeigt, dass meist aus Gewohnheit Nahrung zugeführt wird.

Erst wenn man zwischen Hunger und Appetit unterscheidet, kann bewusst auf das Ernährungsverhalten eingegangen werden.

Dann wird nämlich nur Nahrung aufgenommen, wenn wirklich Hunger besteht.

Das ist besonders von Bedeutung bei dem so genannten „Stress-Esser“.

Hier kann der Betroffene, der sich angewöhnt hat, bei Stress, Ärger oder

Langeweile, sich mit „Essen zu trösten“, in der jeweiligen Situation entscheiden,

ob es sich wirklich um Hunger oder Appetit (auch Heißhunger) handelt.

Sein angelegtes Ernährungsverhalten kann er dann aktiv verändern, in dem

er sich nicht durch Nahrungsaufnahme „belohnt“, sondern andere

„Ersatzlösungen“ in der auftretenden „Appetit-Heißhunger-Phase“ auswählt,

wie spazieren gehen, Entspannungsübungen durchführen, telefonieren, ein Bad nehmen oder auch lesen.

So wird nicht zusätzlich Energie (in Form von Nahrung) zugeführt, die gar nicht nötig ist, da kein tatsächlicher Hunger besteht.

Dieses neu gewonnene Verhalten ist für die Betroffenen ein bedeutender Schritt,

nicht noch mehr an Körpergewicht zuzulegen und ist die Grundlage dafür,

durch das neu erlernte Essverhalten Übergewicht abzubauen.

 

Appetit/Heißhunger tritt besonders bei Diäten auf, wenn bestimmte Speisen

auf der „Verbotsliste“ stehen.

Dann ist der Appetit um so größer auf das nicht erlaubte Lebensmittel.

 

Diätarten:        nach oben

 

Durch die Medien wird die Bevölkerung regelrecht mit einer Vielzahl von

Diäten überflutet.

Deshalb werden hier nur einige bekannte Diätarten kurz aufgezeigt und deren negative Aspekte genannt.

 

Atkins-Diät

Bei dieser Diät sind Fette und Eiweiße in unbegrenzter Menge erlaubt.

Vermeiden sollte man Kohlenhydrate und Gemüse.

Nachteil: zu einseitig, ballaststoffarm, Unterversorgung mit Vitaminen und

               Mineralstoffen

 

Hollywood-Diät    nach oben

Erlaubt sind das Verzehren von mageren Fleischsorten, Fisch und Geflügel,

Obst und Gemüse sind nur in geringen Mengen erlaubt.

Nicht erlaubt ist die Aufnahme stärkehaltiger Kohlenhydrate (wie Kartoffeln,

Vollkornprodukte, Nudeln), Zucker und Fett.

Nachteil: zu einseitig, nicht ausgewogen, keine Aufnahme natürlicher Vitamine und Mineralien

 

Mayo-Diät

Hier wird die Aufnahme hoher Eiweißmengen propagiert, mindestens die

Hälfte der täglichen Kalorien.

Fett ist hier nicht erlaubt, aber Kartoffeln, Obst und Gemüse, sowie Vollkornprodukte

können über die Nahrung zugeführt werden.

Nachteil: nicht für Nierenkranke geeignet, da sie stark eiweißreich ist, sie beinhaltet

               auch nicht die Zufuhr gesunder Fette, führt nicht zur langfristigen

               Ernährungsumstellung

 

Kartoffel-, Reis-, Ananas-Diät

Es wird vorwiegend nur ein Lebensmittel verzehrt.

Deshalb nennt man sie auch Monodiäten.

Nachteil: sehr eintönig, keine ausreichende Versorgung mit notwendigen

               Nährstoffen, keine Gewichtsabnahme, sondern nur Körpergewebsentwässerung

 

Schroth-Kur    nach oben

Ernährung durch trockene Brötchen, Reis, Hirse, Buchweizen, Nudeln, Graupen,

Haferflocken-, Schrot- und Grießbrei und trockenen Weißwein.

Nachteil: keine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen, führt nicht zur dauer-

               haften Ernährungsumstellung

 

Trennkost

Eiweiß und Kohlenhydrate sollen getrennt mit der Nahrung aufgenommen werden.

Morgens Zufuhr basischer Lebensmittel, mittags eiweißhaltige Produkte und abends

Kohlenhydrate.

Nachteil: fehlende Aufnahme von ausreichend Kalzium, Eisen und Jod,

               geringe Ballaststoffzufuhr aus Getreide; getrennte Nahrungsaufnahme von

               Eiweiß und Kohlenhydrate, wissenschaftlich gesehen, wenig sinnvoll

 

Null-Diät

Totales Fasten steht hier im Vordergrund. Das bedeutet, keine Nahrungszufuhr,

aber mindestens drei Liter Flüssigkeit am Tag trinken, in Form von Mineralwasser,

Kräuter- und Früchtetee.

Nachteil: diese Diät ist, langfristig durchgeführt, gesundheitsschädlich, es kommt

               zur Verdauung von körpereigenen Eiweiß, Essgewohnheiten werden

               dadurch nicht geändert, im Gegenteil, nach Beendigung der Diät und

               Wiederaufnahme der alten Ernährungsweise, tritt der Jo-Jo-Effekt ein.

                            nach oben

Der „Jo-Jo-Effekt

 

Diäten sind nur von kurzfristiger Dauer, nur in einem bestimmten Zeitraum durchführbar und nicht langfristig.

Während der Diät senkt der Körper seinen Energieverbrauch, er stellt sich auf weniger Nahrung ein, die ihm angeboten wird.

Wenn die Diätkur beendet ist, braucht der Stoffwechsel wieder einige Tage,

um sich auf eine andere Ernährungsweise umzustellen.

Nimmt man dann wieder die Nahrung wie vor der Diät auf, so ist das zu viel für

den verlangsamten Stoffwechsel.

Die überschüssige Nahrungsmenge, die der Körper in dieser Zeit nicht verwerten

kann, wird in Form von Fett gespeichert.

Das Wasser und Muskelgewebe, das bei der Diät verloren ging, wird durch Fett

ersetzt, die leeren Fettzellen werden wieder gefüllt.

Es kommt zur Gewichtszunahme. Das ist der Jo-Jo-Effekt.

 

 Negative Auswirkungen von Diäten:

 

Wenn man sich mit den Diätarten näher befasst, kann man feststellen, dass sie

sehr einseitig von der Ernährungsform sind.

Es kann keine ausreichende Vitamin-, Mineral-, und Nährstoffversorgung gewähr-

leistet werden.

Diese sind aber äußerst wichtig, damit der Stoffwechsel optimal funktioniert.

Stehen zu wenig Kohlenhydrate zur Verfügung, kann die Fettverbrennung nicht

in Gang kommen. Ein Auto fährt auch nicht ohne Kraftstoff!

Bei den meisten Diäten ist tatsächlich eine Gewichtsabnahme möglich, aber es

wird kein Fett abgebaut, sondern nur Wasser.

Denn zuerst greift der Körper auf das vorhandene Glykogen zurück, damit sofort

Energie bereit gestellt werden kann.

Während das Glykogen in Energie umgewandelt wird, kommt es zur vermehrten

Wasserausscheidung. Weiterhin wird Muskelgewebe verdaut.

Der Körper verliert an Energie und der Stoffwechsel verlangsamt .

Anzeichen dafür sind Müdigkeit, Schwäche, Konzentrationsstörungen, bis hin

zu Nervosität und Gereiztheit.

Das Auftreten des Jo-Jo-Effektes, mit der Folge einer Gewichtszunahme nach der

Diät, sollte ja eigentlich auch nicht Sinn und Zweck einer Diät sein.

Das ständige Ausprobieren von Diäten bringt den Energiestoffwechsel durcheinander,

es treten häufige Gewichtsschwankungen auf.

Meist ist das Gewicht nach einer Diät dann noch höher, als das Ausgangsgewicht

vor der Diät.

Fakt ist also, dass Diäten nicht funktionieren. Sie gehen zu Lasten der Gesundheit

und des Wohlbefindens.

Da sie oft sehr einseitig sind (keine abwechselungsreiche Kost), und auch noch mit

Verboten behaftet, stellt sich der Heißhunger nach den Lebensmitteln ein,

die nicht erlaubt sind während der Diät.

Da diese Diäten nur kurzfristig angewandt werden können, da sie sonst gesundheits-

schädlich sind, ist damit keine langfristige Ernährungsumstellung und Aneignung von

gesunden Essverhalten möglich.

 

Ballaststoffe und Eiweiße in der Ernährung:   nach oben

 

Ballaststoff- und eiweißreiche Ernährung hat einen positiven Einfluss auf den Stoffwechsel.

Durch diese Nahrungsmittel wird der Blutzuckerspiegel für längere Zeit konstant

gehalten, das Sättigungsgefühl hält länger an.

 

Ballaststoffe sind Kohlenhydrate.

Darunter zählen Vollkornprodukte, Obst ( vor allen Trockenobst) und Gemüse.

Sie versorgen den Körper mit Vitaminen und Mineralstoffen.

Da Ballaststoffe schon im Magen aufquellen, sorgen sie für eine lange Sättigung und helfen so, bei der Vorbeugung und beim Abbau von Übergewicht.

Aber auch das Volumen des Darminhaltes wird vergrößert, dadurch kommt es zur Anregung der Darmperistaltik und beugt der Verstopfung vor.

Wichtig bei der Aufnahme von Ballaststoffen ist es, ausreichend zu trinken.

Darüber hinaus haben sie eine cholesterinsenkende Wirkung und können somit

auch bei der Vorbeugung von Herz- und Kreislauferkrankungen mitwirken, da die

Ballaststoffe die Fähigkeit besitzen, Gallensäure im Darm zu binden.

Außerdem sorgen sie für eine gesunde Darmflora und senken das Darmkrebsrisiko.

Eiweißreiche Nahrungsmittel haben den höchsten Sättigungswert, sind also wichtige

Energielieferanten.

Im Gegensatz zu Zucker und Fett, wird Eiweiß nicht im Körper gespeichert.

Eiweiße sind die „Baustoffe des Lebens“, da sie vielfältige biologische Funktionen

erfüllen.

Sie sind am Bau und bei der Funktion der Zellen beteiligt, bei der Bildung von Hormonen

und Enzymen und spielen bei der Immunabwehr eine große Rolle.

Je mehr Aminosäuren (Eiweißbausteine) sich im Blut befinden, um so aktiver ist der

Stoffwechsel und damit auch die Fettverbrennung.

Bedeutend ist auch, dass essentielle Aminosäuren durch die Nahrung zugeführt

werden müssen, der Körper kann sie nicht selbst herstellen.

Tierisches Eiweiß enthält mehr lebenswichtige Aminosäuren als pflanzliches Eiweiß.

Die kombinierte Zufuhr beider Eiweißarten über die Ernährung ist daher sehr

wertvoll.

Wichtige Eiweißlieferanten sind Milch und Milchprodukte, Käse, Ei, Fisch, Fleisch,

Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Kartoffeln, Bananen und Sojaprodukte.

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Letzte Aktualisierung

Mittwoch, 16. September 2009 

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